Puzzle Techworkshop 2018

Thomas Philipona

Letzten Donnerstag fand unser alljährlicher Techworkshop statt. Am ganztägigen Workshop stehen unsere Members im INNOSpace in Wabern ganz in Zentrum und haben die Möglichkeit sich aus ihrem Projektalltag auszuklinken und sich mit neuen Technologien, Methoden, Ideen und Konzepten auseinanderzusetzen, wofür möglicherweise im Arbeitsalltag die Zeit etwas fehlt.


Als erstes stand der Vortrag von Philipp Grossenbacher und Nicolas Bonfils von der Mobiliar an, in welchem sie eindrücklich mit viel Charme und Witz die DevOps Geschichte der Mobi aufzeigten. Nebst Spaghetti, Lasagne und Microservice Ravioli, erklärten sie die Wichtigkeit der Automatisierung, der organisatorischen und kulturellen Challenges und wie die Container Technologie einen massgeblich treibenden Faktor in der Geschichte darstellt.
Anschliessend erklärte Matthias Fritischi CTO und Senior Architekt von Avega IT AG, wie in einem konkreten Projekt mit Ansible Infrastructure as Code mittels CI/CD Pipelines umgesetzt wurden. Welche Best-Practices zu beachten sind und wie die Techniken aus der Softwareentwicklung eben auch beim Konfigurieren, Provisionieren und Managen von Infrastruktur zum Einsatz kommen soll, damit die Qualität möglichst hoch bleibt und Continuous Delivery stressfrei umgesetzt werden kann.
Im aktiven Teil des Workshops gings an die Tastaturen, Whiteboards, Beamer. In Gruppen wurde gemeinsam an ganz unterschiedliche Themen gearbeitet.

 

How to Presentation
Diese Gruppe hat sich mit den Do’s und Dont’s bei Präsentationen beschäftigt. Ob Hände in den Hosentaschen und das nervöse Hin- und Hergehen immer noch zum absoluten No-Go gehört, werden sie nun in einer Best-Practice Intranetseite zusammenstellen und ganz Puzzle profitiert daran. Eines vorweggenommen „Übung macht die Meisterin und den Meister“.

Webapplikation mit Crystal und Amber entwickeln
In dieser Gruppe ging es, nicht wie der Name erahnen lässt, um das Nachkochen von Walter White‘s magischen Rezepten, sondern um eine Ruby ähnliche Programmiersprache. Basierend auf dem Framework Amber sind Webapplikationen im Nu aus dem Boden gestampft. Doch wie unterscheidet sich Crystal und Amber im Bezug zu Komfort, Performance und Community?

WebAssembly
Code mit fast nativer Geschwindigkeit sicher in Browsern ausführen? Ja genau das ist das Ziel von WebAssembly. Diese Gruppe hat sich mit WebAssembly beschäftigt und anhand von Beispielen diesen zu Javascript komplementären Web Standard erforscht. Wir stehen am Anfang, jedoch sind die Möglichkeiten, die WebAssembly bieten, fast grenzenlos und lässt eine Revolution im Web vermuten. Die Slides gibts hier.

GraphQL
GraphQL ist Spezifikation, Abfragesprache und Werkzeugkasten in einem und derzeit – insbesondere im React-Umfeld – in aller Munde. Diese Gruppe hat sich mit Queries, Mutations und Subscriptions auseinandergesetzt um dann einen eigenen GraphQL Service in JavaScript umzusetzen. Mit einer Angular App und dem Apollo Client wurde dieses Backend angebunden. Zum Schluss hat das Team mit Services in Java und Ruby experimentiert, sowie Neo4j über GraphQL angesprochen. Das Workshopmaterial ist auf Github verfügbar.

React: Components and uni-directional data flow
Welche Typen von React-Komponenten gibt es ? Wie kommunizieren diese untereinander und wie fliessen die Daten durch die App? Um dies herauszufinden hat diese Gruppe ein Mockup in eine Komponentenstruktur gewandelt und in einem praktischen Teil eine eigene React App entwickelt und verdrahtet.

Ansible
Diese Gruppe hat sich ausführlich mit Ansible beschäftigt. So wurde gemeinsam ein Deployment Workflow erarbeitet und verschiedene architektonische Aspekte durchleuchtet. Im konkreten Hands-On wurden die Stärken und Schwächen gegenübergestellt.

Neo4j
Im Bereich der Graphdatenbanken existieren zahlreiche Namen. Die Gruppe hat sich bewusst für die in Java implementierte Neo4j Datenbank entschieden und anhand von konkreten Anwendungsfällen Knowhow aufgebaut. So wurde beispielsweise anhand des SBB Fahrplans der kürzeste Weg zwischen zwei Knoten berechnet.

Spring
Spring ist in etlichen unseren Projekten bereits heute im Einsatz. Dieser Workshop hatte zum Ziel Interessierte weiter in die Springwelt einzuführen und so Spring Boot, Spring Data und allgemein Best practices rund um das Spring Framework zu erarbeiten und zu erlernen.

Agile Requirements Engineering
Im Miniworkshop Agile RE wurde zu Beginn auf das Agile Manifest, Scrum als Entwicklungsprozess sowie die Definition von Requirements Engineering (RE) und Anwendung im agilen Umfeld eingegangen. User Story Mapping als Technik für ein besseres Nutzerverständnis, zur Förderung der Konversation zwischen allen Beteiligten und zur Identifikation der relevanten Features für ein Minimum Viable Product (MVP), wurde in einer Übung angewandt. Die Schritte von der Idee bis zum initialen Backlog wurden beleuchtet und mit einer Übung zur Ideengenerierung und Anwendung der Kreativitätstechnik 6-3-5 abgerundet. Zum Abschluss wurde auf ein Kundenvorhaben eingegangen und aus dem Anforderungsdokument eine Story Map erstellt und damit ein erstes Verständnis vom Gesamtprozess und der zu entwickelnden Applikation geschaffen.

Puzzle Infrastruktur/Cloud-Strategie
Eigenes Rechenzenter mit eigener Hardware oder raus in die Cloud? Dieser Frage widmeten sich die Teilnehmer dieser Gruppe, so haben sie Kosten, Features, Risiken, Aufwand und Ertrag ausführlich diskutiert, gegenübergesetllt und sind zum Schluss gekommen: wir wollen in ein hybrides Cloudsetup um so Knowhow im Bereich weiter aufzubauen.

Material Design, Sketchapp, overflow.io & „DesignOps“

UX Designer & Frontend-Engineers haben sich gemeinsam das Material Design System angeschaut. Dabei ging es uns um das Design-System und nicht um die technische Implementierung in einem Framework wie z.B. Angular. Aspekte wie das Layout Grid, Spacing oder das Type System standen im Vordergrund. Um Material Design in unsere Arbeit einfliessen zu lassen, haben wir das entsprechende Plugin für Sketch intensiv ausprobiert. Anschliessend gabs von Josh eine Demo von Overflow. Er hat aufgezeigt, wie er das Tool zur Visualisierung von Userflows in Kombination mit Sketch in Kundenprojekten eingesetzt hat. Zudem haben wir Best Practices definiert, wie (UX)-Designer und Frontend Engineers noch besser zusammenarbeiten können – Stichwort: „DesignOps“.

Lightning Network

In diesem Workshop ging es darum den Zahlungsflow im Lightning Network anhand einer Visualisierung anschaulicher zu machen. So wurde in der Gruppe die Beadnet Library erweitert und ein Reallife UseCase visualisiert.

Ganz nach Puzzle-Kultur-Manier gehörte auch das anschliessende Apéro in der „Heitere Fahne“ mit dazu, an welchem wir im gemütlichen Rahmen den Tag noch einmal Revue passieren liessen und weiter kräftig über unseren Ideen und Konzepte diskutierten.
Ein toller und gelungener Event mit vielen praxisnahen Themen, welche bestimmt den einen oder anderen Weg in den Arbeitsalltag finden werden. Besonderer Dank gilt Livia aus dem Backoffice Mathis und Pascal aus dem Techboard, Micha aus dem /sys Team und allen Members, die dem Tag zum Erfolg verholfen haben.

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