Study Tour im Silicon Valley

André Kunz

Im Rahmen einer Study Tour besuchte ich das Tal, das eigentlich gar keines ist. Während einer Woche liess ich mich vom Spirit und der Innovationskraft des Silicon Valley inspirieren.

Es gibt die Geschichte von zwei Franzosen, die nach einer Tagesreise enttäuscht nach San Francisco zurückkehrten, weil sie auf der Suche nach dem Silicon Valley weit und breit weder Berge noch ein Tal finden konnten. Mehr als ein Tal ist das Silicon Valley denn auch ein gewaltiges Netzwerk von Software-Firmen, Universitäten, Inkubatoren, Acceleratoren, Business Angels, Forschungszentren und natürlich Start-Ups, die dort „the next Big Thing“ entwickeln wollen.

BayAreaEcosystem

Insights und Workshops

Chuck Darrah, Professor für Anthropologie an der San José State University, gab uns zu Beginn einen exklusiven Einblick in die Kultur und die Geschichte des Silicon Valley. Er lebt bereits seit Jahrzehnten in Palo Alto und zeigte uns auch die Schattenseiten des technologischen Booms in der Region auf. Weitere besonders interessante Einblicke gaben uns die Schweizer RepräsentantInnen beim Swisscom Outpost, Evernote und airbnb.

Neben den Firmenbesuchen wurde natürlich auch noch etwas gearbeitet. Im Workshop mit Oliver Marks widmeten wir uns der strategischen Planung der digitalen Transformation und der konkreten Umsetzung in den Unternehmungen. Ein weiterer Workshop drehte sich um „Millenials in the Workspace“ und zeigte, wie die Generation Y tickt, was neue Organisationsformen wie zum Beispiel Holocracy bringen könnten und wie wir mit einfachen „Workplace Hacks“ unsere eigenen Büros fit für die Zukunft machen.

WorkshopSV

Fazit und weitere Informationen

Die vorherrschende Denkweise im Silicon Valley ist wohl der grösste Unterschied zur hiesigen Kultur. In den Grundsätzen wie „Fail early, fail often“, dem starken und offenen Austausch von Informationen im Netzwerk wie auch der „Questioning Attitude“ liegen denn auch einige der Gründe für den wirtschaftlichen Erfolg des Valleys. Um diese Denkweise in unsere Unternehmungen zu bringen, braucht es – wie von einem der Referenten bildhaft beschrieben – den kompletten Umzug der Firma in ein neues Gebäude. Wer den digitalen Wandel konsequent umsetzen will, muss die bestehenden Strukturen und Prozesse komplett aufbrechen.

Bei Puzzle befinden wir uns mit der Vision 2020 auf dem richtigen Weg dazu. In meiner Zertifikatsarbeit werde ich zudem viele der Themen, welchen wir auf der Study Tour begegneten, aufgreifen und ein Geschäftsmodell für die Software-Entwicklung der Zukunft skizzieren.

Viele weitere Quotes und Bilder der Studienreise gibt es auf Twitter, eine Zusammenfassung der ganzen Woche auf Storify oder etwas detaillierter auf dem HWZ-Blog. Bei Interesse gebe ich auch gerne persönlich Auskunft über meine Eindrücke.

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