Auf dem Weg zur neuen Puzzle Vision

Florian Hug

Pünktlich zum 20-Jahre Jubiläum gibt sich Puzzle eine neue Vision. Wir folgen dabei einem grossem historischen Vorbild und beziehen die Members stark mit ein.

Am 12. November 1849 stand der damals dreissigjährige Alfred Escher im Casino in Bern vor dem Nationalrat und beschrieb in seiner Rede seine Vision für die Zukunft der Schweiz. Diese war im Vorjahr, nach dem Ende des Sonderbundeskriegs, als Bundesstaat neu gegründet worden. Seine Vision war, die damals rückständige Schweiz mit Eisenbahnen enger an ihre Nachbarländer anzubinden und sie so in die Moderne zu führen. Die Verwirklichung seiner Vision führte zur Gründung der Schweizerischen Nordostbahn und zum Bau der Gotthardbahn. Um einheimische Ingenieure für den Eisenbahnbau auszubilden, entstand die heutige ETH. Zur Finanzierung der gewaltigen Bauvorhaben wurde die Credit Suisse gegründet. Alfred Eschers Vision hat die Schweiz also massgeblich dahin geführt, wo wir heute stehen.

Die Suche nach der Vision

Die Geschichte von Alfred Escher zeigt, die transformierende und identitätsstiftende Wirkung einer Vision. Diese Wirkung hat sich Puzzle schon in vergangenen Jahren zu Nutze gemacht. Für uns ist die Vision ein zentraler Teil der Firmenidentität und ein wichtiger Leitstern, dem wir mit unseren Entscheidungen folgen. Unsere aktuelle Vision gliedert sich in die Schwerpunkte «PlanBuildRun», «Open Source Lösungen» und «Bester Arbeitgeber».

Pünktlich zum 20-Jahre Jubiläum suchen wir nun eine neue Vision. Anders als Alfred Escher gehen wir dabei aber wie immer demokratisch vor. Im Sommer 2019 gründeten wir die interne Projektgruppe «Neue Vision». Deren Mitglieder aus verschiedenen Bereichen und mit unterschiedlichen Funktionen haben sich anschliessend mit der Frage befasst, mit welcher Methode und Vorgehensweise wir eine neue Vision für Puzzle finden können. Schnell war uns klar, dass dies nur unter Einbeziehung möglichst vieler Members passieren kann.

Die Members haben gesprochen

An zehn Workshops an allen Standorten hat ein Grossteil der Members – insgesamt 100 – ihre Meinung und Wünsche kundgetan. In den zweiteiligen Workshops haben wir zuerst mit Hilfe einer SWOT-Analyse die aktuelle Positionierung von Puzzle aufgenommen. Die Teilnehmenden konnten ihre Gedanken zu den vier Bereichen Stärken, Schwächen, Chancen und Bedrohungen mit Post-Its zuordnen und diskutieren. Insgesamt zeigte die Analyse, dass die Members grösstenteils sehr zufrieden mit der aktuellen Situation von Puzzle und – mit insgesamt mehr Beiträgen bei den Stärken und Chancen – optimistisch in die Zukunft blicken. Viele nannten die Firmenkultur, bei uns Puzzleness genannt, als Stärke und ihren Verlust als Gefahr. Die Analyse zeigt auch, dass wir uns selbst eine hohe technische Kompetenz attestieren. Einige sehen die Lokalisierung von Detailkenntnissen auf wenige Members als Risiko für die Firma.

Durch die SWOT-Analyse waren alle Teilnehmenden in der richtigen Stimmung, um im zweiten Teil ihre Wünsche und Ziele für die Zukunft von Puzzle zu formulieren. In dieser Runde zur neuen Vision kamen viele, sehr interessante Ideen zusammen. Die Gedanken reichten von Auftritten der Puzzle Band am Greenfield Festival über den Bau von Booten am Mittelmeer oder das Brauen von Bier als neue Geschäftsfelder. Und noch viele weitere Ideen folgten. Puzzle stehen in der Zukunft also alle Türen offen und wir sind einmal mehr begeistert von den kreativen Ideen unserer Members. Wie unsere neue Vision schlussendlich aussehen wird, verraten wir heute aber noch nicht.

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