Drei Wochen im Silicon Valley mit dem IT-Talent Programm
Marc Egli war vor einiger Zeit im Rahmen des IT-Talent-Programms, das von Movetia unterstützt wird, als einer der 30 besten IT-Talente ausgewählt worden. Diese Auszeichnung ermöglichte es ihm, nach San Francisco zu reisen und dort gemeinsam mit ausgewählten Kunden an der Entwicklung eines innovativen Produkts zu arbeiten. Was er dort drüben alles erlebt hat, erfährst du in seinem Blogpost.
Kaum in Amerika angekommen, stolperten wir – hungrig und erschöpft – in einen typisch amerikanischen Burger King. Was als schnelle Lösung gedacht war, entpuppte sich als kulinarischer Fehltritt, den wir noch lange bereuen sollten.
Das Kick-Off
Geplagt von den Nachwirkungen des Fast Foods begannen wir am nächsten Morgen direkt mit den Projekten. Insgesamt waren wir 30 Entwickler, die in fünf Teams aufgeteilt wurden. Jedem Team wurde ein Kunde zugeteilt, der ein spezifisches Problem vorstellte. Wir trafen uns gleich nach der Aufteilung mit unserem Kunden, Phillip Angert.
Phillip Angert ist der Entwickler des Camber-Bike-Fahrrads, einem Fahrrad, das man zusammenklappen und beispielsweise in der Gepäckablage im Flugzeug verstauen kann. Nachdem Phillip bereits Design und Tests abgeschlossen hatte, fehlte ihm nur noch das Marketing. Er bot uns zwei Projektoptionen an: einen Konfigurator, in dem wir unser Bike mit verschiedenen Farben und Komponenten ausstatten könnten, und einen Bike-Fitter, der den Nutzern zeigt, wie sie ihr Fahrrad einstellen sollten, um Knieschmerzen zu vermeiden.
Wir entschieden uns für das Bike-Fitting. Die anderen Teams wählten ebenfalls spannende Projekte.
Camber Bikes
Unser Team hatte nur drei Wochen Zeit, unser Projekt umzusetzen. Wir orientierten uns dabei am Design-Thinking-Ansatz: In der ersten Woche führten wir User-Research durch, in der zweiten entwickelten wir einen Prototyp, und in der dritten Woche finalisierten wir das Produkt.
Technologisch setzten wir auf Python mit FastAPI im Backend und MediaPipe für die Bewegungserfassung, während das Frontend mit React Native entwickelt wurde. Das Konzept sah vor, dass der Benutzer zuerst seine Grösse und seinen Namen eingab, ein Foto von sich machte und dann rückwärts auf dem Fahrrad trampelte. Mithilfe der MotionCapturing AI analysierten wir die Position des Fahrradfahrers und gaben Rückmeldung zur Sattelposition. Durch Image Segmentation konnten wir präzise Anweisungen geben, z. B. «Stell deinen Sattel um 4 cm nach unten.»
Übrigens hat das SRF kürzlich über die Schweizer Lernenden im Silicon Valey berichtet.
Ein bisschen Amerika
Trotz der intensiven Projektarbeit liessen wir es uns nicht nehmen, die lokalen Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Wir genossen das gute Wetter am Golden-Gate-Beach, erlebten die amerikanischen Gyms und machten sogar einen Abstecher nach Las Vegas. Auch das typisch amerikanische Fast Food kam nicht zu kurz.
Es war insgesamt eine einmalige Erfahrung, und ich bin Puzzle dankbar für die grosszügige Unterstützung dieses Abenteuers. Doch trotz der tollen Zeit in den USA freue ich mich darauf, wieder zu Hause zu sein und endlich wieder richtiges Essen zu geniessen.