Women in Tech: Yelans Weg zur GCP-Zertifizierung
Bei Puzzle ITC arbeiten viele talentierte Frauen in der Technologie. In dieser Serie begleiten wir sie auf ihrem Weg – von neuen Herausforderungen über technische Spezialisierungen bis hin zu spannenden Projekten. Heute erzählt Yelan, wie sie sich in die Welt des Cloud Computing eingearbeitet und ihre Google Cloud Platform (GCP) Zertifizierung gemeistert hat.
Technologie hat mich schon immer fasziniert, aber mein Interesse für Cloud Computing wurde bei einem Hackathon geweckt. Damals war ich fest entschlossen, den Preis zu gewinnen – doch es gab ein Problem: Ich hatte keinen blassen Schimmer von Cloud-Technologien. Den Preis habe ich letztendlich nicht mitgenommen, aber das Thema liess mich nicht mehr los.
Nach meiner Java-Zertifizierung im April wollte ich den nächsten Schritt gehen. Eine Cloud-Zertifizierung schien genau das Richtige zu sein. Der Weg dorthin war jedoch anspruchsvoller als gedacht.
Ein ambitioniertes Ziel und erste Zweifel: Die GCP-Zertifizierung
Die Zertifizierung als Professional Cloud Developer schien eine grossartige Möglichkeit, mein Wissen zu vertiefen. Doch als ich die offiziellen Anforderungen las, bekam meine Begeisterung einen Dämpfer: Drei Jahre Branchenerfahrung? Davon ein Jahr mit Google Cloud? Ich hatte noch nie ein grösseres Cloud-Projekt umgesetzt – wie sollte ich in wenigen Monaten dieses Wissen aufbauen?
Dennoch liess ich mich nicht entmutigen. Ich erstellte einen strukturierten Lernplan und nutzte die Ressourcen, die mir zur Verfügung standen. Dank des Partnerstatus von Puzzle ITC hatte ich Zugang zu den offiziellen Google-Lernpfaden, die Theorie, Labs und Tests kombinierten. Besonders die praktischen Labs halfen mir, das Gelernte anzuwenden und das Cloud-Ökosystem besser zu verstehen.
Zeitmanagement und Durchhaltevermögen
Die grösste Herausforderung war nicht nur der Lernstoff selbst, sondern auch die Zeit. Unser jährliches Ausbildungsbudget von fünf Tagen reichte leider nicht aus, um mich von einer Anfängerin zur zertifizierten Cloud-Entwicklerin zu machen. Der ACE-Lernpfad erfordert über 110 Stunden, während der PCD-Lernpfad mehr als 70 Stunden in Anspruch nimmt. Es sei denn, man spielt die Vorlesungen mit 3-facher Geschwindigkeit ab, überspringt die praktischen Labs und konzentriert sich nur darauf, die Prüfung zu bestehen (was ich ausdrücklich nicht empfehle!) Ich wusste also, dass ich zusätzliche Zeit investieren musste.
Da ich ohnehin täglich Zeit fürs Sprachenlernen aufbringe, entschied ich mich, einen Teil davon in meine Cloud-Ausbildung zu stecken. So konnte ich das Lernen in meinen Alltag integrieren, ohne dass es sich wie eine zusätzliche Belastung anfühlte.
Eine Prüfung mit unerwarteten Hürden
Als der Prüfungstag kam, fühlte ich mich gut vorbereitet – doch dann lief nichts nach Plan. Ich hatte mich für die Online-Prüfung entschieden, weil ich dachte, das wäre bequemer. Doch kurz vor dem Start funktionierte mein Mikrofon nicht. Der Prüfer bat mich, das Testprogramm neu zu starten, und plötzlich konnte ich mich nicht mehr einloggen. „Sie haben den Test nicht rechtzeitig gestartet, Ihre Reservierung ist jetzt ungültig. Bitte buchen Sie einen neuen Termin.“ Einen neuen Termin?! Und das für schlappe 120 Dollar pro Versuch!
Ich kontaktierte sofort den Support, schilderte die Situation und hoffte auf eine zweite Chance. Zum Glück zeigte der Kundenservice Verständnis, und ich durfte die Prüfung doch noch ablegen. In dem Moment war ich nervöser wegen der technischen Probleme als wegen der eigentlichen Prüfung.
Mein Tipp für alle, die eine Cloud-Zertifizierung machen wollen: Geht ins Testcenter! Manchmal ist der klassische Weg tatsächlich der bessere.
Ein neuer Blickwinkel dank Cloud Computing
Auch wenn ich bisher noch keine Gelegenheit hatte, mein neues Wissen in Projekten anzuwenden, hat sich meine Denkweise bereits verändert. Die Möglichkeiten, die Cloud-Technologien bieten, eröffnen neue Perspektiven auf alltägliche Herausforderungen. Es fühlt sich an, als hätte ich meinen Werkzeugkasten erweitert – mit Tools, die die Umsetzung innovativer Ideen erleichtern.
Inspiration für die Zukunft
Die GCP-Zertifizierung war ein Schritt auf meinem Weg, doch sie steht für viel mehr: für die Chance, Neues zu lernen, und die Möglichkeit, sich in einem sich ständig wandelnden Bereich weiterzuentwickeln. Der Weg zur Spezialisierung mag unterschiedlich aussehen, doch eines bleibt gleich: Mit Neugier, Zielstrebigkeit und Offenheit lassen sich erstaunliche Dinge erreichen.
Dieser Weg ist nur ein Beispiel dafür, wie kontinuierliches Lernen Türen öffnen kann – nicht nur in der Technologie, sondern in jedem Bereich, der uns begeistert.