Nationale Datenbank für Jugend und Sport

André Kunz

Bis ins Jahr 2000 lag die Verwaltung von J+S Angeboten in der Verantwortung der kantonalen Amtsstellen und Sportverbänden. Diese verwendeten dafür ihre eigenen, individuellen Verwaltungssysteme. Die Kommunikation zwischen den beteiligten Instanzen (durchführende Organisationen, kantonalen Amtsstellen, Sportverbänden und BASPO) geschah auf dem Papierweg.

Zentrale Applikation seit 2003

Um dem entgegenzuwirken, hat das BASPO einen Auftrag für eine zentrale Applikation – die «Nationale Datenbank für Sport» – erteilt, die im Jahr 2003 mit einem ersten Release aufgeschaltet wurde und seither regelmässig erweitert wird. Darin enthalten sind Module für die Verwaltung von Personendaten, die Durchführung von Kursen, Lagern und Trainingslagern der Jugendausbildung und der Kaderbildung sowie deren Abrechnung.

Im Jahr 2008 wurde ausserdem eine Plattform für durchführende Organisationen (Vereine, Verbände und Schulen) implementiert – die «SPORTdb». Damit haben J+S Coaches die Möglichkeit, Angebote auf dem elektronischen Weg zu planen, durchzuführen und abzurechnen.

Mengengerüst per Dezember 2015

  • Fast 70’000 Kurse und Lager pro Jahr
  • 936’000 Teilnahmen
  • 80 Mio. CHF ausbezahlte Subventionen für die Sportförderung
  • 1.6 Mio. erfasste Personen
  • 50’000 aktive Benutzer

Die Rolle von Puzzle ITC im Projekt

Seit 2001 ist Puzzle ITC in dem Projekt involviert und mit verschiedenen Tätigkeiten beauftragt.

Heute stellt Puzzle ITC das komplette Entwicklungsteam, den technischen Projektleiter und einen Teilprojektleiter. Das Vorhaben wird als Projekt geführt und umfasst alle Aspekte der Software Entwicklung von der Spezifikation bis zur Einführung, das Projekt- und Release Management und die Wartung der Software. Den Betrieb der Software wird durch die Führungsunterstützungsbasis (FUB) sichergestellt. Nebst dem Gesamtprojektleiter stellt sich das Projektteam seitens BASPO aus mehreren Business Analysten und einer Helpline zusammen.

In der Realisierung wird Scrum als Software Entwicklungsprozess eingesetzt, was eine enge Zusammenarbeit mit dem Kunden fördert. Bis heute hat sich dieser Prozess als wesentlicher Erfolgsfaktor im Projekt herausgestellt, unter anderem weil es die nötige Flexibilität innerhalb des Entwicklungsprozesses bietet. Die Rolle vom Scrum Master wird durch Puzzle ITC übernommen. Auch die Rolle vom Product Owner wird von Puzzle übernommen, allerdings wird in regelmässigen Meetings mit dem BASPO die Abstimmung zwischen dem Product Owner und dem Gesamtprojektleiter sichergestellt.

Eingesetzte Technologien

  • Java und Servlets
  • Apache Struts
  • WebSphere (Application Server)
  • Oracle RDBMS, Hibernate
  • Spring (Core, Security, Webflow)
  • Apache FOP, Jasper Reports (PDF Generierung), Birt
  • Junit, Mockito, Selenium (Testing)
  • Gradle (Build System)
  • Jenkins (Continous Integration)

Bei Fragen zum Projekt stehen Ihnen Daniel Binggeli oder Lara Eggimann zur Verfügung.