Wie zu viele Prüfungen zu einer Mobile App führten

Etwa vor genau einem Jahr hatten wir alle den Lockdown verordnet bekommen. Das war eine Herausforderung. Denn unser ganzer Alltag wurde auf den Kopf gestellt. Ebenso mein Schulalltag.

Da wir ab sofort von zu Hause aus Schule hatten, mussten wir uns selbst organisieren. So wurden auch die Prüfungen anders, gar nicht oder alle am selben Tag durchgeführt. Dies hatte zur Folge, dass ein Chaos ausbrach, sobald die Lehrpersonen die Prüfungen fertig korrigiert hatten. Denn daraufhin wurde ich gefühlt von allen Seiten mit Noten und korrigierten Prüfungen beworfen. Einerseits durch meine Mailbox und andererseits mit der Schulsoftware per Microsoft Teams. Nach wenigen Prüfungstagen hatte ich so ein Durcheinander, dass ich anfing die Lehrpersonen darum zu bitten, nur über einen Weg mit uns zu kommunizieren. Besonders wegen den Prüfungsergebnissen.

So kam ich auf die Idee, eine Notenverwaltungs-App zu entwickeln mit dem Ziel, einen zentralen Ort für die Noten, Prüfungen und Fächer zu haben. Und um aus dem Notendschungel herauszukommen und wieder Struktur reinzubringen.

Vorgehen

Nun stand ich vor einem Haufen Mails und Teams-Nachrichten, die ich irgendwie in eine App bringen musste. So begann ich akribisch Layouts zu erstellen, welche meinen Anforderungen entsprachen. Da ich mich noch nie mit Mobile Apps befasst hatte, fand ich es sehr naheliegend, gerade eine solche zu erstellen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, wie und wo ich mit dem Programmieren beginnen soll. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Framework.

Das Ionic Framework fand ich sehr interessant, denn es gab mir die Möglichkeit, die App mit einer Codebase auf mehreren Plattformen (iOS und Android) zu veröffentlichen. Ausserdem sah das Framework einfach gut aus, das überzeugte mich ebenfalls. 😃

Noch spannender war, dass Ionic von Angular unterstützt wird. Das ist ein riesen Vorteil für mich, weil ich Angular bereits durch Puzzle kenne. Deshalb war es doch nicht ganz so fremd, wie ich es mir vorgestellt hatte. So hatte ich dann nach kurzer Zeit einiges erreicht.

Als ich feststellte, dass ich noch einen Namen und ein Branding haben muss, kam mir „gradebooklet“ in den Sinn. Was auf Deutsch soviel bedeutet wie „Notenbüchlein“. Ich fand das passend und fuhr so fort.

Mitte Juni war es dann soweit, und ich veröffentlichte die App für iOS- und Android-Geräte in den jeweiligen Stores.

Herausforderungen…

… gab es einige. Zumal wusste ich überhaupt nicht wie aufwändig es ist, selbstständig eine App zu entwickeln. Denn als die App einen Stand hatte von dem ich fand, dass ich sie so veröffentlichen könnte, wurde ich durch Apple und die App Store Review Guidelines eines Besseren belehrt. Die App wurde bei der ersten Prüfung abgelehnt. Schade.

Ups, ich muss zugeben, diesen einen Punkt hatte ich tatsächlich übersehen: Die App fiel durch, weil sie nicht den minimalen Funktionsumfang umfasste. Dennoch gab ich nicht auf, da ich Potenzial in der App sah, und entwickelte sie dementsprechend fleissig weiter. Da ich noch genügend weitere Features in Planung hatte, war es für mich nicht so schwer diesen Punkt zu beheben.

Deshalb entschied ich mich als nächstes für die Funktion des PDF-Exports der Module. Nach der Umsetzung versuchte ich es nochmals mit dem App Store und voilà, Apple war zufrieden! Die App wurde veröffentlicht! Das war ein guter Start für mich, und dabei hatte ich ein tolles Gefühl. 🥳 

Heutiger Stand

gradebooklet hat heute einen Stand, dass meine Klassenkollegen und ich gut damit arbeiten können – es ist aber noch lange nicht fertig. Denn gradebooklet befindet sich erst bei Version 1.2 und umfasst noch nicht alle tollen Features, welche ich geplant habe.

Durch laufende Feedbacks, die ich erhalte, wird die App stetig besser und mit Updates versorgt. Es macht mir einen riesen Spass, die App nebenbei zu entwickeln.

Roadmap

Damit ich die geplanten Features ein wenig bündeln kann, mache ich nicht viele kleine, sondern eher wenige, aber grosse Updates. Solche sind auch bereits für dieses Quartal, sogar noch für den kommenden Monat geplant.

Falls du noch mehr darüber erfahren möchtest, habe ich noch eine Website gemacht: gradebooklet.com.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.