Mein Praktikum bei Puzzle: Teil II

Nathalie Froidevaux

Im Blogpost von Ende August erzählte Nathalie Froidevaux über ihre ersten Eindrücke als Praktikantin bei Puzzle ITC. Nun spricht sie im zweiten Teil über die Erfahrungen, Herausforderungen der letzten zwei Monaten und was sie in zwei Projekten alles mitgestalten durfte. Sie brachte einen grossen Mehrwert für das ganze Team. Danke Nathalie!

Die Zeit ist unglaublich schnell vergangen und ich ziehe ein sehr positives Fazit.

Ich konnte bei zwei Projekten miterleben, wie mit Planungs- und Terminschwierigkeiten umgegangen wird, was bestimmt in jedem Projekt auftreten kann. Beispielsweise wurde der Aufwand eines Tasks deutlich unterschätzt und der Abschluss eines Sprints hat sich immer mehr verzögert. In einer Art „Krisensitzung“ haben das Entwicklerteam, der Teamchef und die Scrum Masterin besprochen, wie schnellstmöglich einen Abschluss gefunden werden kann.
Dabei hat mich beeindruckt, dass das Finden von Lösungen und Verbesserungsmöglichkeiten für die Zukunft im Vordergrund standen. Dies verdeutlicht den guten Umgang, der hier untereinander gepflegt wird, wobei die Kosten und die Produktqualität nicht aus den Augen verloren werden.

Im zweiten Projekt war es schwierig einen Starttermin zu finden, wegen Ferienabwesenheiten verzögerte sich das 1. Planning. Dann schien der Kunde mit der Scrum-Organisation nicht vertraut zu sein und war mit dem Erfassen von User Stories unerfahren. Dies hat das Planning etwas umständlich und aufwändig gemacht und der Kunde benötigt hier etwas mehr Betreuung beim Projektablauf.
Es war interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Zusammenarbeit mit den Kunden verlaufen kann und worüber Verhandlungen geführt werden müssen. Zum Beispiel wenn der Kunde unterschiedliche Vorstellungen davon hat, welche nachträglichen Änderungswünsche in den vereinbarten Leistungen enthalten sein sollten.

Auch im technischen Bereich habe ich weiterhin viel gelernt, wie beispielsweise Vorteile von git rebase und merge request (anstatt git merge), die Vielzahl der Observable-Methoden (pipe, map, flatMap, combineLatest, subscribe, usw.), eine Menge Angular-Funktionalitäten (z.B. EventEmitter) und Angular Material Anwendungen (Forms, Cards, Icons, Tables, Paginator, usw.).
Es machte mir Freude, wenn ich z.B. einen Bug selbständig beheben konnte. Auch wenn sich meine Lösung nicht als optimal herausstellte, lernte ich spätestens beim Codereview von meinen Teamkollegen, weshalb etwas nicht auf diese Weise umgesetzt werden sollte (z.B. zu viel Logik im Frontend) oder welche einfacheren und eleganteren Methoden es gibt.

Und auch sie selber erhalten Feedback: Das “Technical Board” analysiert jeweils die Projekte und liefert umfangreiche Rückmeldungen, unter anderem zu Source Code Management, Einhalten von Code Conventions, Dokumentation, Testing, Security, usw..
In dieser kurzen und intensiven Zeit habe ich viele Eindrücke gesammelt und gelernt, dass Software-Entwicklung enorm vielseitig ist. Neben dem Programmieren von Features und dem Bugfixing sind eine gute Projektarbeit (Planung, Organisation) und die Kommunikation im Team und mit dem Kunden genauso wichtige Aspekte.

Es hat mir auch aufgezeigt, welches an der Uni vermittelte theoretische Wissen für die Praxis relevant und wichtig ist. Dies war für mich besonders wertvoll. Darüber hinaus hat es mir viel Spass gemacht in einer lockeren Arbeitsatmosphäre mit motivierten Menschen zusammenzuarbeiten.

Für diese lehrreichen Wochen möchte ich mich ganz herzlich bedanken!

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