Mein Praktikum bei Puzzle: Teil I

Nathalie Froidevaux

Was ich alles in meinen ersten Wochen bei Puzzle erlebt, gelernt und gearbeitet habe.

Der erste Eindruck hat sich bestätigt: Bei Puzzle befindet man sich in einem dynamischen, engagierten und hochmotivierten Umfeld! Die Arbeitsplätze sind modern eingerichtet und alle Mitarbeitende arbeiten an höhenverstellbaren Tischen mit zwei grossen Monitoren. Die Laptops sind leistungsstark und mit Linux ausgestattet.

In den Pausenbereichen kann man sich gut austauschen und fühlt sich wohl (gratis Getränke, Früchte, Tischfussball, Fachzeitschriften, usw.). Die Atmosphäre ist locker und kollegial, alle sind sehr hilfsbereit und auch in den Pausen wird Fachwissen ausgetauscht und über Ideen und private Projekte diskutiert. Man spürt das Interesse an allen möglichen Aspekten der Informationstechnologien und findet zu fast jedem Bereich einen Profi.

Beispielsweise werden regelmässig kurze Präsentationen über abgeschlossene Projekte und den daraus gewonnenen Kenntnissen gehalten. Dabei wird auch thematisiert, weshalb man sich für die gewählten Plattformen und Technologien entschieden hat und was dabei für positive oder negative Erfahrungen gemacht wurden. Für mich ist das natürlich besonders spannend und ich lerne enorm viel Neues!

Alljährliches Aareböötle der Puzzle Members

Der Praxis-Alltag ist nicht zu vergleichen mit dem Studiums-Alltag und das Praktikum zeigt sich bereits jetzt als sehr wertvoll. Es bietet mir einen realistischen Einblick in die angewandte Informatik. Grosse Unterschiede sehe ich bei der Teamarbeit und bei der Arbeitsorganisation: Im Projektalltag wird täglich besprochen, an welcher Story man arbeitet, wie viel Zeit noch dafür vorgesehen ist und ob allenfalls Hilfestellung nötig ist. Man arbeitet also sehr fokussiert an einem Projekt und erreicht eine hohe Effizienz.

In gewissen Uni-Vorlesungen wird Teamarbeit zwar bewusst vorgegeben, jedoch kann niemals eine solche Teamkultur erreicht werden, wie ich dies jetzt bei Puzzle erlebe. Es ist natürlich nicht einfach, die nötige Zeit in Gruppenarbeiten zu investieren, da während dem Semester mehrere Vorlesungen unter einen Hut gebracht werden müssen. Und jede Vorlesung fordert unterschiedliche Leistungen. Bei Puzzle in einem motivierten Team an einem Projekt zu arbeiten, ist eine tolle Erfahrung!

Diese Umstellung ist mir nicht nur leicht gefallen: zuerst muss die Rolle im Team gefunden werden, all die neuen Begriffe müssen gelernt werden und die 100%-ige Projektarbeit ist intensiv. Es war auch nicht einfach einzuschätzen, was genau von mir erwartet wird, wie viel Selbständigkeit gefragt ist und wie viel Betreuung vorgesehen ist. Das hat mich ein wenig verunsichert, weil ich von mir selber eine raschere Selbständigkeit erwartet habe. Obwohl ich im letzten Semester an einem Uni-Projekt mit Springboot, Angular und JavaScript mitgearbeitet habe, ist es beeindruckend, wie viel es noch zu lernen gibt.

Ich kann zwei Projekte begleiten, welche dieselben Technologien verwenden: Springboot und Angular für das Frontend. Ein Projekt befindet sich in der Schlussphase der ersten Iteration und ich war ab der letzten Sprint-Planung dabei. Bevor ich mitarbeiten konnte, machte ich mich mit der Applikation vertraut. Ich arbeitete ein entsprechendes Tutorial durch und erhielt sehr viel Unterstützung von meinen Teamkollegen. Beim Bugfixing habe ich mich weiter in den Code einarbeiten können und lerne ständig Neues. Meine Teamkollegen nehmen sich viel Zeit, wenn ich Fragen zu Programmiersprachen und Projektstruktur habe. Dabei geben sie mir meist nicht direkt eine Antwort, sondern fragen zurück, damit ich idealerweise selber darauf komme und die Gedankengänge nachvollziehen kann. Das ist manchmal enorm anstrengend, aber eben auch unglaublich lehrreich.

Das zweite Projekt befindet sich in der Anfangsphase und ich kann miterleben, wie gemeinsam mit dem Kunden eine Grob- und Feinplanung ausgearbeitet wird. Auch das UX Team ist involviert und ich bin gespannt, wie das Projekt weitergeht und wie die User Stories des Kunden schliesslich umgesetzt werden können.

In diesen ersten paar Wochen habe ich also bereits viel über die Projektarbeit in der Softwareentwicklung gelernt: zum Beispiel wie Stories entstehen und wie diese geschätzt werden, wie nach Scrum und mit Backlogs gearbeitet wird, dann der hohe Stellenwert von Unit Tests und den gegenseitigen Code Reviews. Was ich im technischen Bereich bereits alles gelernt habe, kann ich kaum aufzählen, dies reicht von Unterschieden in Programmiersprachen (z.B. Java, JavaScript, TypeScript) über Client-Server-Kommunikation (z.B. wozu dient ein DTO genau?) bis zur konkreten Implementation von Features (z.B. CSV-Export).

Ich freue mich sehr auf meine verbleibende Zeit bei Puzzle!

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