Now & then – Wachstum @ Puzzle ITC

Philipp Gassmann

Unser CEO, Mark Waber, beleuchtet die verschiedenen Dimensionen des unternehmerischen Wachstums und zeigt auf, wie und warum Puzzle gewachsen ist.


Im Januar dieses Jahres durfte ich an einer Podiumsdiskussion der Eventreihe focus on future zum Thema Wachstum teilnehmen. Der eingeladene Referent Oliver Wegner von evolutionplan vertrat mit seiner These „Wachstum unterliegt keinem Wahlrecht“ eine auf den ersten Blick provokante Forderung, welche für fragende Gesichter sorgte. Warum soll denn Wachstum ein „Müssen“ sein? Die Frage ist rasch geklärt, wenn man Wachstum nicht rein als quantitatives Mass betrachtet, sondern es mit einer qualitativen Sichtweise ergänzt. Wachstum heisst plötzlich nicht mehr nur die Anzahl Mitarbeitende, höhere Umsatzzahlen oder mehr Features im Produkt – sondern höhere Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit, bessere Prozesse, höhere Qualität, Innovationskraft. Zusammengefasst: eine stetige und kontinuierliche Einwicklung und Verbesserung des Unternehmens und eine einhergehende Adaption am Markt.

Verschiedene Arten des Wachstums

Laut Wegner gibt es gesundes, krankes und gehemmtes Wachstum. Krankes Wachstum heisst, das Unternehmen orientiert sich stark an der Aussensicht, wie Umsatz, Marge oder Markt. Die Innensicht wird jedoch vernachlässigt. Gehemmtes Wachstum heisst, gegen innen brilliert die Unternehmung, kann das Potenzial aber gegen aussen nicht zur Entfaltung bringen. Von gesundem Wachstum sprechen wir, wenn beide Dimensionen im Einklang sind. Fatal wird es, wenn ein Unternehmen sowohl in der Innen- sowie in der Aussenperspektive ungünstig aufgestellt ist und agiert.

Now & then

Die Grenzen zwischen den verschiedenen Formen des Wachstums sind nicht schwarz und weiss, sondern fliessend. Auch bei Puzzle haben wir sicher den einen oder anderen Zustand bereits erlebt. Insgesamt dürfen wir uns aber glücklich schätzen auf ein stetiges, organisches Wachstum zurückzublicken. Von drei Mitarbeitenden im Jahr 2000 auf 87 im Juli 2016. Dabei haben wir immer versucht auch qualitativ zu wachsen und nicht des quantitativen „Wachstumswillens“ wegen grösser zu werden. Puzzle wuchs, weil wir in diesem Kundenprojekt einen guten Entwickler brauchten, in einem anderen Projekt einen starken System Engineer und dort einen kreativen User Experience Spezialisten. Oder wir wollten umfangreichere Projekte stemmen. Immer im Einklang mit dem Kundenbedürfnis. Geholfen hat uns dabei auch der zunehmende Bedarf im Markt an Themen, auf die wir heute und in Zukunft setzen, wie Open Source ganz allgemein, Linux, Java, Ruby on Rails, Puppet oder User Experience.
So richtig sichtbar wird das Wachstum natürlich mit einem Blick auf das Organigramm. Hier eine Version aus dem 2007 (bis 2005 hatten wir gar kein Organigramm) mit 32 Members und als Vergleich dazu die aktuellste Version per 1. Juli 2016 mit 87 Members. Da ist sofort sichtbar, dass es einige Veränderungen gab und neben qualitativem Wachstum auch quantitatives erfolgte.
Das quantitative Wachstum gab und gibt intern auch immer wieder Anstoss zu Diskussionen und hat einen Einfluss auf die Kultur. Dabei haben wir versucht, das Thema immer wieder anzusprechen und auch bewusst kulturelle Aspekte zu pflegen oder zu thematisieren. Sei es gemeinsame Zeit beim „Fyrabebier“, beim Sport oder bei weiteren Aktivitäten. Niemand ist perfekt. Auch bei uns gibt es Baustellen. Doch uns alle verbindet die Faszination an der Technik und die damit verbundenen Möglichkeiten sowie der Glaube daran, mit Open Source die (IT-) Welt zum Besseren zu verändern. So macht es mir heute wie damals Spass mit einer tollen Crew spannende IT-Projekte zu verwirklichen.

Ausblick

Wir wollen auch in Zukunft wachsen, uns verändern und uns den Marktbedingungen möglichst flexibel anpassen. So beschäftigen uns aktuell auch unsere Organisationsform und Themen wie TEAL Organisation, Responsive.org, DevOps und Cross-functional Teams. In Zürich haben wir nun neu ein interdisziplinäres Team und können erste Erfahrungen damit sammeln. Die grossen Fragen sind: Wie organisieren wir uns in der Zukunft? Wie können Teams möglichst eigenständig und eigenverantwortlich agieren? Wie gelingt es uns, den höchsten Nutzen für unsere Members und Kunden zu stiften?
Es bleibt spannend – ich freue mich auf die nächsten Schritte in Richtung der zukünftigen Organisation von Puzzle. Falls Sie an einem Erfahrungsaustausch interessiert sind, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir freuen uns.

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