Premiere in Bern – Erstes "Open Device Lab" der Hauptstadt

Philipp Gassmann

Das Open Device Lab ermöglicht es App Entwicklern, Interaction Designern und UX Experten ihre Kreationen live auf verschiedenen Geräten und auf unterschiedlichen Betriebssystemen zu testen. 

Vive la révolution!

Mit der Markteinführung des Apple iPhone im Jahr 2007 begann die smarte Revolution. In den vergangenen Jahren ist der Markt für Smartphones und Apps förmlich explodiert. Die Technologie hat sich von physischen Speicherkärtchen mit gut fünf Megabyte zu sphärischen und schier unendlichen Cloud-Speichern weiterentwickelt. Die Displays werden immer grösser, die Prozessoren-Leistung immer schneller. Immer mehr Hersteller mit immer mehr Modellen treten in den Markt ein. Wenn die Entwicklung Hardware-Technologie nur so rast, ist die Software schon eine Runde voraus. Entsprechend ist die Anzahl von Software-Versionen auf dem Markt fast so gross wie die Auswahl in einem Süssigkeiten-Laden für Kinder. Wer behält da noch den Überblick?

Die Idee des Open Device Lab

Diese schnelle Entwicklung stellt App- und Software-Entwickler vor neue Herausforderungen. Ist die App, die auf dem aktuellsten Stand der Technik entwickelt wurde, auch für Geräte und Softwarelösungen einsetzbar, die bereits zwei Jahre auf dem Buckel haben? Kann die neue Webseite des Unternehmens auf kleinen wie grossen Smartphone-Bildschirmen skaliert werden? Um diese Fragen zu beantworten, wurde das Open Device Lab (ODL) ins Leben gerufen. Die Idee: neue und alte Smartphones, Tablets und E-Reader werden gesammelt und mit verschiedenen Betriebssystemen wie Android, iOS oder FirefoxOS, in unterschiedlichen Versionen aufgesetzt. Diese Geräte stehen dann den Entwicklern zum Testing zur Verfügung. Das bisher grösste Open Device Lab Europas steht in Bournemouth (GB). Die Briten haben dort bislang 144 Geräte von 61 Herstellern gesammelt. Nicht ganz so gross, aber dennoch gut ausgestattet, startet das ODL in Bern. Aktuell gibt es 12 Smartphones und Tablets mit verschiedenen Betriebssystemen. Eine Übersicht über alle Geräte, sowie konkrete Informationen zur Nutzung des Labs, gibt es auf www.opendevicelabbern.ch. Zur Verfügung gestellt wird das Open Device Lab Bern von We Are Cube, dem User Experience-Studio von Puzzle ITC.

Gemeinsam entwickelt es sich besser

Das Open Device Lab steht allen offen. Auch bei der Software-Entwicklung verfolgt Puzzle ITC konsequent einen offenen Lösungsansatz und setzt seit Jahren erfolgreich auf offene Technologien und Standards. So können langfristig Kosten gespart werden, eine Abhängigkeit von proprietären Anbietern wird verhindert und zudem fördert ein offener Quellcode auch die Sicherheit und Transparenz in der IT. Dies sind nur drei von zahlreichen gesellschaftlichen wie ökonomischen Gründen für den Einsatz von Open Source Software. Auch das Open Device Lab entspricht dieser Philosophie. Gemeinsam etwas Grosses schaffen, anstatt jeder für sich an kleinen geheimen Einzelteilchen zu basteln.

Kommt vorbei!

Zu finden ist das Open Device Lab am Eigerplatz 4 in Bern. Wir freuen uns über einen Besuch. Zudem nehmen wir gerne alle möglichen Devices entgegen, wer also sein altes Handy nicht dem Elektroschrott übergeben möchte – we take it!

Impressionen der ODL-Eröffnung:

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