Der Henry will gefüttert werden

Mathis Hofer

Im Portfolio von Red Hat gibt es ein neues Produkt namens Red Hat Mobile Application Platform. Wie vielversprechend ist die Lösung und welche Unterstützung bietet sie bei der Mobile App Entwicklung?

Bild: Thierry Henry, CC BY-SA 3.0 von Warrenfish

Im November 2014 ging Red Hat auf Shoppingtour und erwarb das irische Startup FeedHenry für 82 Mio. USD. Der vom gleichnamigen Startup übernommene Cloud-Service soll das Erstellen von Native- und Hybrid-Apps, sowie deren Anbindung an bestehende Backends wesentlich vereinfachen. Red Hat erweitert somit die Produktepalette im Bereich «Accelerate».

Bei der Red Hat Mobile Application Platform handelt es sich um eine End-to-end  Entwicklungsplattform für Mobile Apps und den dazugehörenden Backends als MBaaS (Mobile Backend as a Service). Dieser Ansatz bietet verschiedenste Vorteile:

  • Via MBaaS können sowohl die unterschiedlichen Technologien (Datenbanken, Mailsysteme etc.) als auch bestehende Systeme (z.B. über REST, inkl. konfigurierbares Caching sofern erwünscht) sicher angebunden werden.
  • Eine Build-Farm übernimmt das Bauen und Signieren der Apps für die unterschiedlichen Mobile-Ökosysteme (Android, iOS und Windows).
  • Das Builden von App und Backend für verschiedene Umgebungen (Debug, Test, Distribution) samt API-Versionierung geschieht vollautomatisch.
  • Apps können in einem Private App Store – welcher von der Plattform zur Verfügung gestellt wird – angeboten werden.
  • Integrierte Analytics liefern wichtige Nutzungskennzahlen.

FeedHenry bietet dem Entwickler unter anderem komfortable Lösungen für:

  • Device Synchronisation
  • Push Notifikationen
  • Online/Offline Workflow
  • Integration mit Social Networking

Cloud vs. Open Source

Im Moment ist der Dienst als Public Cloud Service verfügbar, geplant ist jedoch eine Openshift-Integration welche den Betrieb in der Private Cloud ermöglicht (wobei ein On-Premise Betrieb bereits jetzt möglich ist). Zudem wird zusätzlich zur Enterprise Version am Open Sourcing einer Community Version gearbeitet.

Fazit

Im Gegensatz zu konkurrenzierenden Lösungen wie MEAPs ist das auf NodeJS basierende FeedHenry sehr schlank und performant. Die Konfiguration der Platform kann bequem über ein Web Interface oder Command Line Tool vorgenommen werden. Dank dem Motto «Bring your own Toolkit» eignet sich FeedHenry sowohl für native Android oder iOS Apps als auch z.B. für hybride Cordova/JavaScript Apps, wobei jeweils eine Cloud API für die entsprechende Technologie zur Verfügung steht.

Alles in Allem hat die Red Hat Mobile Application Plattform das Potential die Mobile App Enwicklung, besonders in einem Umfeld mit womöglich mehreren geplanten Apps, sehr zu vereinfachen und die Entwicklungskosten zu senken.

Mehr Informationen gibt es auf der feedhenry.com Website. Bei Interesse oder allfälligen Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

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