Puzzle am Puls der Cloud

Peter Mumenthaler

CloudForms und Docker – Themen, die Puzzle zur Zeit beschäftigen. Peter Mumenthaler zeigt Ihnen Features von CloudForms auf und erzählt über das erste Meetup der Swiss Docker User Group.

CloudForms – die Infrastruktur API

Am 18. Juni 2014 hat Red Hat mit manageiq ihr Cloud Management Produkt CloudForms 3.0 der OpenSource Communtiy zur Verfügung gestellt. Damit folgt Red Hat konsequent ihrer Open Source Strategie.

Ursprünglich wurde CloudForms von der Firma ManageIQ Inc unter dem Namen ManageIQ entwickelt. Red Hat akquirierte die Firma ManageIQ Inc im Dezember 2012 und entwickelt das Produkt seither ständig weiter.

Eines der wichtigsten Features ist die Herstellerunabhängigkeit. Mit CloudForms können alle gängigen Virtualisierungsprodukte verwendet werden. Von VMware über HyperV über Red Hat Enterprise Virtualization bis OpenStack. Wer eines Tages mit einem Produkt nicht mehr zufrieden ist, kann den Anbieter wechseln. Die investierte Zeit in die Automation ist nicht verloren und die investierte Arbeit in die Automation kann wiederverwendet werden. Falls die Anbindung an einen Public Cloud gewünscht ist, so kann die Public Cloud einfach mit dem Amazon Account AWS eingebunden und verwaltet werden. Nicht zuletzt verhindert man dank dieser Vendor-Unabhängigkeit einen Vendor-Lock-In.

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Übersicht über Red Hat CloudForms

Erste Erfahrung mit CloudForms

Puzzle konnte mit CloudForms erste Erfahrungen sammeln. Das Cloud Management Produkt CloudForms überzeugt durch die enorme Adaptierbarkeit. Da CloudForms auf einem normalen RHEL 6.5 läuft und eine Ruby on Rails Webapplikation ist, kann CloudForms jede erdenkliche Anforderung abbilden.

Sie wollen ihren Bestellprozess mit einer virtuellen Maschine in CloudForms abbilden?

Kein Problem, CloudForms bietet Ihnen dazu die Automation Engine. Hier können mittels Browser Prozesse abgebildet werden. Natürlich wartet CloudForms mit bereits vordefinierten Automationstemplates auf, wie zum Beispiel das Einbinden der Virtuellen Maschine (VM) in BMC Remedy während der Installation. Im Self-Service Portal können autorisierte Benutzer selbst VMs bestellen. Es ist sogar möglich, vordefinierte Services, zum Beispiel der Service LAMP, zu bestellen; also einen Linux Server mit Apache und PHP und einen zusätzlichen Server mit MySQL, alles mit nur einem Knopfdruck. Dieser Service Request muss aber von einem Manager freigegeben werden. So behält der Sys-Admin die Kontrolle über seine Infrastruktur. Oder der Sys-Admin gibt dem Benutzer eine Quota an CPU, Memory und Disk und muss erst wieder eingreifen, wenn die zugewiesenen Ressourcen aufgebraucht sind.

Features von CloudForms

Ein weiteres der vielen Features sind die Policies. Dabei gibt es Control Policies und Compliance Policies. Compliance Policies können zum Beispiel angewendet werden um den Überblick über die bereits verwendeten Lizenzen zu behalten. Control Policies können dafür verwendet werden, bestimmte Zustände oder automatisiertes Verhalten zu erzwingen. Zum Beispiel kann beim Start einer VM überprüft werden, ob der Virenscanner aktiv ist. Ist dies nicht der Fall, kann die VM gezwungen werden, sich selber auszuschalten. Diese Control Policies können so weit verwendet werden, dass sich die VM selbst orchestrieren. So kann zum Beispiel bei hoher Auslastung automatisch eine zusätzliche Instanz erstellt werden.

Das Reporting und Monitoring gewährleistet die Kontrolle über die Infrastruktur und die Kosten. Dank der SmartState Analyse können Information der VM direkt von deren Harddisk ausgelesen werden. So kann man sich zum Beispiel jederzeit von jedem System die aktiven User anzeigen lassen. Oder mit der Drift Analyse können Änderungen am System erkannt werden. Damit die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, wird mit dem Einstellen des Chargebacks ein genauer Kostenbericht über die aktuelle Infrastruktur generiert.

Die eben beschrieben Funktionen kratzen nur an der Oberfläche der Möglichkeiten von CloudForms. CloudForms kann noch viel mehr, die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt.

Virtual Machine – Overhead = Docker

Puzzle hatte die Ehre, die erste Docker Meetup Gruppe ins Leben zu rufen. Am 10. Juli fand das erste Meetup bei Puzzle in Bern statt.

Vorträge und Referenten

Als Referenten waren David Zumbrunnen und Florian Dudouet zu Gast. David Zumbrunnen zeigte den 19 Teilnehmern mit dem Erstellen von einem Container für Ruby on Rails und einem Container für Postgres die Basics von Docker. Dabei arbeitete er mit dem Dockerfile. Dieses File beschreibt den Inhalt und den Zustand des Containers. Schliesslich kann mit dem “docker” Command der Container erstellt und gestartet werden. Gibt es eine Änderung, wird das Dockerfile angepasst und der Container wieder von neuem erstellt.

Der zweite Vortrag von Florian Dudouet behandelte fig und OpenStack mit Docker. Fig ist ein Orchestrator für Docker. Man definiert seinen Workload in einem JSON File, tippt “fig up” und die Docker Infrastruktur wird gestartet. Nichts einfacher als das. Schliesslich ging Florian auf Docker in OpenStack ein. Auch hier tut sich einiges und Docker wird bereits im OpenStack Release Icehouse unterstützt. Sehr interessant war die Präsentation “KVM and Docker LXC Benchmarking with OpenStack”, die aufzeigte, dass der Overhead einer klassischen VM gegenüber einem Docker Container erheblich die Performance beeinflussen kann.

Interessiert an Docker?

Haben Sie Interesse an Docker? Wollen Sie ihre Erfahrungen mit Docker teilen? Dann treten sie der Meetup Gruppe bei und schauen Sie auf einem Event vorbei. Wir freuen uns.

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