Der aktuelle Stand von Red Hat Satellite 5 und 6

Red Hat Satellite ist die Lifecycle Management Platform für Red Hat Enterprise Linux (RHEL). Es ermöglicht die Bereitstellung, Konfiguration, das Softwaremanagement und die Verwaltung von Subscriptions.

Aktuell sind zwei Hauptversionen von Satellite verfügbar, Version 5, welche auf Spacewalk basiert sowie Version 6, welche auf mehreren modernen Technologien basiert: Foreman, Katello, Pulp, Candlepin und Puppet. Neu ins Portfolio kommt die Integration von Ansible.

Aram Kananov hat an der Red Hat Partner Conference am 20. Juni über den aktuellen Stand der Roadmap berichtet. Passend zu seinem Vortrag sind am selben Tag die aktuellsten Versionen von Satellite 5 (5.8) und Satellite 6 (6.2.10) erschienen. Besonders im Hinblick auf die am 31. Juli 2017 kommende Abschaltung des bisherigen Red Hat Networks (RHN)* ist Version 5.8 ein wichtiger Release. Nebst Satellite 6 ist nur mit dieser Version sichergestellt, dass alle aktuellen Channels (Updates, weitere Softwarepakete) nach der Abschaltung des RHN synchronisiert werden können. Daher raten wir dringend zu einer Aktualisierung von Satellite 5 oder einer Migration auf Satellite 6. Gerne unterstützen wir Sie bei Ihrem Vorhaben.

Satellite 5 Key Events

Red Hat Satellite 5.8 ist nur noch auf Red Hat Enterprise Linux 6 (x86_64 und s390x) lauffähig, unterstützt jedoch die Client Betriebssysteme Red Hat Enterprise Linux 5, 6 und 7. Die Unterstützung von Solaris ist weggefallen, zudem wird der Subscription Asset Manager nicht mehr unterstützt. Verwendet man End of Life Channels, können diese ebenfalls nicht mehr synchronisiert werden (zuvor synchronisierte Daten blieben bestehen).

Bei Satellite 6 wird weiter an der Configuration Management Integration (und Abstrahierung dieser Schicht) gearbeitet. So wird mit Satellite 6.8 eine Ansible Tower verfügbar sein. Zudem wird neu neben Puppet 3.8 auch Puppet 4 unterstützt. Die Unterstützung von Puppet Enterprise wird erhalten bleiben. Mit Satellite 6.4 soll weiter die Möglichkeit Einzug halten, Content Views auf andere Satellite Installationen zu synchronisieren, was die Verwendung von isolierten Netzwerkzonen vereinfachen soll.

Zu guter Letzt sei noch ein Hinweis zu Red Hat Insights erlaubt. Mit Red Hat Insights wird es möglich, Probleme bereits vor deren Entstehen zu beheben. Dies ist dadurch möglich, dass Insights Installationen von verschiedenen Red Hat Kunden analysiert und ähnliche Konfigurationen vergleicht. Tritt bei einer bestimmten Konfiguration (beispielsweise bei einer aktualisierten Firmware) ein Problem auf, erhalten andere Kunden die Information, bevor überhaupt Server mit dieser Konfiguration eingesetzt werden. Neu soll Red Hat Insights zukünftig, wo möglich Ansible Playbooks anbieten, die in der eigenen Infrastruktur angewendet werden können um das Problem zu verhindern.

* Durch die Abschaltung des RHN sind auch Systeme betroffen, die mit rhn_register direkt am RHN registriert wurden. Diese müssen neu mit Red Hat Subscription Management (RHSM) registriert werden.

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