FIS-DOSTO

Puzzle ITC realisiert für die neue Doppelstöcker S-Bahn Flotte der BLS den serverseitigen Teil des Fahrgast Informationssystems (FIS). Das Informationssystem umfasst neben den Anschriften am Zug und den Lautsprecherdurchsagen auch Echtzeitinformationen zu Verspätungen der Anschlüsse.

Ziel

Das Ziel von FIS besteht darin, dem Reisenden hilfreiche Informationen zu präsentieren. Es beinhaltet die Seiten- und Frontanschriften am Zug sowie die Info-Bildschirme und Lautsprecherdurchsagen im Zug. Neu kommen Echtzeitinformationen zu Verspätungen und Anschlüssen dazu.


 
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Informations-Bildschirm mit Perlschnur (Quelle: www.bls.ch)


Umsetzung

Bisher mussten die Daten auf Flash Karten von Hand in den Zügen eingespielt werden. In den neuen Zügen und später eventuell auch beim älteren Rollmaterial wird diese Verteilung und die Übermittlung von Echtzeitinformationen via GSM Netz automatisch erfolgen. Der dezentrale Teil der Applikation FISD (FIS Dezentral), welcher die Informationen auf die Fahrzeuge bringt, wird von der internationalen Firma Annax umgesetzt.

Puzzle ITC realisiert den Server Teil FISZ (FIS-Zentral). FISZ beschafft die nötigen Daten aus verschiedenen Quellen:

  • Fahrplan und Streckennetz Daten: XML Daten aus RailOpt
  • Echtzeitinformationen: CUS Daten per JMS (Customer System der SBB)
  • Manuelle Dateneingabe/-modifikation: BLS Mitarbeiter via FISZ Benutzeroberfläche

Diese Daten werden vom sogenannten Planer kontrolliert und wenn nötig modifiziert. Er stellt Baustein-mässig Satzgerüste zusammen und kombiniert diese mit den richtigen Auslösern (Triggers), damit auf dem Fahrzeug zur richtigen Zeit die entsprechende Meldung auf den Bildschirmen sichtbar ist und auf den Lautsprechern die korrekte Durchsage ertönt. Diese Daten werden aus FISZ exportiert und via Flottenmanager von Annax auf die Fahrzeuge verteilt und dort während der Zugfahrt fortlaufend ausgewertet.

Technologiewahl

Einzige Vorgabe für die Entwickler ist der JEE 6.0 Standard (JSR-316). Die restlichen Komponenten konnten vom Entwicklungsteam zusammen mit einem externen Berater frei gewählt werden. Entschieden hat man sich wie folgt:

  • EJB 3.1 (Enterprise JavaBeans)
  • JSF 2.0 (Java Server Faces)
  • PrimeFaces
  • JPA 2.0 (Java Persistence API)
  • CDI 1.0 (Contexts and Dependency Injection for the Java EE Platform)
  • Spring Batch (EJB Komponenten können problemlos via Component-Scan als Spring Beans verwendet werden)

Entwickelt wird auf leistungsfähigen Rechnern (64-bit, 8 Core i7 mit 8GB RAM) unter Windows 7.

Deployed wird die Applikation in den JBoss Applikationsserver ebenfalls unter Windows (aktuell AS 7 für Test, später EAP 6). Als Datenbank wird Oracle 11g verwendet.

Die Qualität der Software wird mit Unit Tests und Continuous Integration (Hudson, Checkstyle, Sonar) sichergestellt.

Benutzeroberfläche

Um den Benutzern der Applikation eine für sie optimale und intuitive Benutzeroberfläche zu entwickeln, wurde der Experte aus dem Puzzle Bereich User Experience, Pascal Geronimi, zugezogen. Zusammen mit den Endanwendern wurden die Masken entworfen und später durch die Entwickler umgesetzt. Die Rückmeldungen zur Oberfläche sind bis jetzt sehr positiv ausgefallen und bestätigen den Entscheid für dieses agile und Benutzer-fokussierte Vorgehen.


 
bls_fragmentverwaltung
 

Fragmentverwaltung der FISZ Benutzeroberfläche


Entwicklungsmethode

Puzzle intern wird immer häufiger nach der agilen Entwicklungsmethode Scrum gearbeitet. Diese Vorgehensweise wird nun auch im FISZ Projekt bei der BLS erfolgreich angewendet und findet positiven Anklang. Die Rolle des Product Owners wird dabei durch die BLS wahrgenommen, diejenige des Scrum Masters durch Puzzle. Nach einer Einarbeitungsphase läuft der Wagen wie geschmiert und das Entwicklungsteam harmoniert und performt gut.

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